Klassik Kart-Club Deutschland

im KCD 90

2024

Toller Sport bei den Klassik Karts in Gerolzhofen


Die Sonne meinte es gut mit den Kartenthusiasten, die sich am Wochenende im liebevoll präparierten Steigerwald Motodrom zu Gerolzhofen eingefunden hatten. Der im Vorfeld prognostizierte Regen reduzierte sich auf einen Schauer am Sonntagmorgen.
Insgesamt war es bei Temperaturen etwas über 20 Grad sehr angenehm für Fahrer und Material, und die Regenpneus waren nie ein Thema.
Mit dreiundzwanzig Teilnehmern samt klassischen Karts konnte die Starterzahl erneut gesteigert werden, und die Aufteilung in zwei Startgruppen erwies sich als cleverer Schachzug und entzerrte speziell in den Vorstart- und Boxenbereichen die Abläufe spürbar. Die Teilnehmer kamen von nah und fern. Neben den bekannten Lokalmatadoren Stefan Günzel, Harald Barthelmann und anderen kamen wieder einige Teilnehmer aus den Niederlanden, u.a. Vorjahressieger Chris Stek und seine schnelle Frau Lies Lemckert. Und zum harten Kern der KKCD Fahrer gesellten sich Olaf Strauch, Christof Drescher und Jens Greif , die wieder Spaß am Kartfahren mit klassischen Karts gefunden haben.
Die Zuschauer erfreuten sich am Klang der Parillas, den hochfrequent klingenden OKE Antrieben der Mach 1 Karts und an den sonoren Schaltkartmotoren die sehr gut zu der selektiven unterfränkischen Avus passen und an längst vergangene Kart Zeiten erinnerten.
Die Gerolzhofener hatten wieder eine mustergültige Organisation auf die Beine gestellt und boten eine schöne Veranstaltung.
So zeigte sich der Club gut aufgestellt, auch Catering und Streckenansage waren sehr gut.
Rennleiter Uwe Fuchs war dann auch am Sonntagabend noch in bester Stimmung und wickelte die Veranstaltung gekonnt wie immer ab.
An dieser Stelle ein Lob an die jüngeren Funktionsträger, das scheint Zukunft zu haben in GEO, wie man in Gerolzhofen, in Anspielung auf das Ortskennzeichen gerne sagt.
Ein Lob auch an die Anschieber und Helfer und Offiziellen, die oft vergessen werden, die aber eigentlich die Sahne auf der Torte bei einer gelungenen Veranstaltung ausmachen.
Doch nun zum sportlichen Teil, die beiden Gruppen fuhren je ein freies und ein Zeittraining zur Bildung der Startaufstellung, sowie je zwei Wertungsläufe im Gleichmäßigkeitsformat für jeder Startgruppe. Gruppe eins wurde durch die Starplätze zwölf bis dreiundzwanzig gebildet, die Gruppe zwei durch die Startplätze eins bis elf.
Die Starts wurden nach der Formationsrunde mit der Deutschlandflagge gestartet, also ganz wie in den alten Zeiten.
Danach ging die Hatz über jeweils achtzehn Runden.
Bei der Gruppe eins setzte sich KCD 90 Technikchef Marc Heiming mit seinem Taifun durch, vor Lokalmatador Harald Barthelmann auf DAP. Dritter wurde Andreas Kohler auf Swiss Hutless vor KCD 90 Chef Gernot Stöcker auf Taifun und Kart Urgestein Gerhard Raab mit seinem Mach 1 Maico.
Bei der Gruppe zwei gewann Thomas Franz auf Mach1, der an diesem Wochenende mit phänomenaler Konstanz auffiel und in Lauf eins eine Abweichung von knapp einem Zehntel bei seinen gewerteten Runden hatte. Zweiter wurde der Niederländer Chris Stek auf Birel vor Thomas Kracht auf Mach1. Platz vier ging an den amtierenden KKCD Meister Jürgen Schober auf Mach 1 vor Jungtalent Marlon Mathai, ebenfalls auf Mach 1.
Die inoffizielle Konstrukteurswertung ging damit an die Kartspezialisten aus dem schwäbischen Brackenheim.
In der KKCD-Meisterschaft baut damit Thomas Franz seinen Vorsprung aus, aus dem Spitzenfeld konnten auch Chris Stek und Thomas Kracht ordentlich anschreiben.
Marc Heiming macht einen ordentlichen Satz in der Wertung nach vorne.
Bessel Minderhoud hatte Pech mit seinem Landia Sachs, als ein Bremsenteil versagte, er die Fuhre aber gekonnt in der Spur halten konnte. Leider war eine Reparatur vor Ort nicht möglich. Auch Thomas Reim kommt ähnlich wie letztes Jahr schwer in die Saison, aber mit der gewohnten Akribie wird Reim Racing das in der zweiten Saisonhälfte wieder ausbügeln.
Und das Fazit, Gerolzhofen mag die Klassik Kart Fahrer, und umgekehrt. Schöne Strecke, gute Orga und viel Spaß mit netten Menschen, Klassik Kart Herz was willst du mehr.
Die Meisterschaft hat Halbzeit, es folgen die Läufe in Hahn Wildbergerhütte, Liedolsheim und Kerpen.

Gerolzhofen24 2

KKCD Kohler 16-07/24

 

Die Klassik Karts rollen am Steigerwaldring in Gerolzhofen

Das unterfränkische Gerolzhofen mit seinem traditionsreichen Steigerwald Motodrom, dessen Streckenführung noch den Charme der guten alten Kart- Zeiten versprüht, ist am 13. und 14. Juli der Austragungsort des dritten Laufs zum diesjährigen Klassik Kart Pokal.
Der Lauf findet im Rahmen des Clubrennens des Gerolzhofener Clubs statt und bietet ein schönes Ambiente für die Historiker, wie der unvergessene Botho G. Wagner die Klassik Karts mit ihren Piloten stets mit einem Augenzwinkern zu benennen wusste. Und meist gab er dann eine Story aus den goldenen Zeiten zum Besten.
Heuer haben bereits 27 Fahrer und Fahrerinnen „angeschrieben“, sprich Punkte gesammelt, was eine Steigerung zum Vorjahr von acht Prozent bedeutet, der Sport mit Klassik Karts erfreut sich also nach wie vor großer Beliebtheit.
Offenbar kommt der Mix aus „klassischem“ Ablauf, also Startaufstellung nach Trainingszeiten, Formations- und Einführungsrunden mit rollendem Start nach Flaggen oder Lichtsignal, sowie der Gleichmäßigkeitsmodus aus den sieben besten Rundenzeiten gut an.
Nach den beiden ersten Veranstaltungen im März in Kerpen und im Juni in Oppenrod bietet sich folgendes Bild.
Aktuell an der Spitze liegt Vorjahresdritter Thomas Franz vor Thomas Kracht. Auf Platz drei drängt mit Marlon Mathai schon die Jugend. Platz vier belegt Bessel Minderhoud vor der schnellen Niederländerin Lies Lemckert, dem amtierenden Meister Jürgen Schober und Andreas Kohler.
Die ersten sieben Plätze liegen dabei gerade mal acht Punkte auseinander. Auf Platz acht folgt Heinz Gockel vor Chris Stek und KCD 90 Schatzmeister Thomas Reim, der ein Deja Vu Erlebnis hat wie im letzten Jahr. Kam er doch 2023 ebenfalls auf Platz zehn liegend nach Gerolzhofen und blies dann zur Aufholjagd, die ihn schließlich am Ende nach spannendem Endlauf auf Platz drei in der Meisterschaft brachte.
Also same procedure as last year, könnte man sagen.
Also es ist angerichtet, wenn die tollkühnen Männer und Frauen in ihren tieffliegenden Kisten für Spannung und großartigen Sport mit technischem Kulturgut sorgen. Sind doch selbst die jüngsten Karts schon vierunddreißig Jahre alt.
Aber sie werden artgerecht bewegt und müssen nicht ihr Gnadenbrot in Museen oder gar in zugigen Garagen fristen.
So dürfen wir uns wieder auf spannende Unterhaltung in der Klassik Kart Szene im fränkischen Gerolzhofen freuen.
Das ist Kartgeschichte lebendig gehalten, der Spaß besteht darin, wie in alten Zeiten, im Zentimeterabstand über die Bahn zu fahren.

gerolzhofen24

KKCD Kohler07/24

 

14. Internationalen Klassik Kart Pokal in Oppenrod am 16.Juni 2024

Am dritten Juniwochenende trafen sich die Fahrerinnen und Fahrer der historischen Kartsportszene zum 14. Klassik Kart Pokal in Oppenrod. Mit von der Partie die „Youngtimer“ Piloten der GKC 100.
Den Zuschauern wurde wieder ein bunter und abwechslungsreicher Querschnitt durch die Kartsport Geschichte geboten.
Sozusagen Fahren wie in der guten alten Zeit. Mit Fahrervorstellung im Zelt, Grillen am Samstagabend, Kameradschaft, Benzingesprächen, und natürlich Kartfahren.
Es gab auch die im bekannten Gleichmäßigkeitsformat gefahrenen Wertungsläufe, je drei in zwei Gruppen bei den Klassikern. Die Gruppe der GKC-Kollegen fuhr im Rennmodus.
Insgesamt nahmen 80 Starter aus Frankreich, Belgien, Schweiz, Tschechien, Niederlande, Italien und aus Deutschland die Kartbahn in Oppenrod Bahn unter die kleinen Räder.
Bei den Marken dominierten die schwäbischen Hetschel Mach 1 Karts, aber auch Swiss Hutless, Kali und die anderen waren vertreten.
Der Trend geht weiterhin zu den Achtzigerjahre Karts, die 100 Kubikzentimeter Karts mit Direktantrieb dominieren zahlenmäßig, aber man sieht auch bei den Schaltkarts ist ein Zuwachs zu verzeichnen. Erfreulich ist die Zunahme der Starter insgesamt, auch waren mit Rosie Müller, Lies Lemckert, Stefanie Hohls und Meike Kracht vier schnelle Damen am Start. Man kann also nicht mehr von einer reinen Männerdomäne sprechen.
Mit 24 Startern waren die GKC 100 Piloten mit ihren bodennahen Zweitaktprojektilen zugange, hier wurden die hochgezüchteten 100 er Motoren mit ihrer enormen Leistungsausbeute gekonnt in Szene gesetzt. Das spezielle Format fährt mit luftgekühlten 100 ccm Motoren aus den Neunzigerjahren.
Das Wetter war angenehm, ein Regenschauer am Samstagmorgen war schnell wieder vergessen und die Hitze war geringer als im Vorjahr. So waren die Fahrer und das Material etwas weniger beansprucht, ist doch die Bahn in Oppenrod mit den Spitzkehren eine Herausforderung an die Fitness von Mensch und Maschine.
Der Samstag war heuer hauptsächlich ein Trainingstag und so nutzten dies die Kartspezialisten reichlich zum Einfahren und Abstimmen der Boliden.
Am Abend fand das bekannt köstliche Barbecue statt, das wie immer von dem Team rund um Benny Brügger professionell kredenzt wurde. Dafür, und an die Salatspender ein großes Lob.
Man mag das altmodisch finden, aber es ist einfach schön abends bei guter Stimmung und gutem Essen den internationalen Erfahrungsaustausch und die Kontakte zu pflegen.
Nebenbei durfte man einen schönen Sonnenuntergang über der Kartbahn vom Bierzelt aus verfolgen, so rundete sich das Stimmungsbild ab.
Was passierte sportlich? In der Startgruppe eins der Klassiker gewann die Gesamtwertung aus den drei Wertungsläufen Xavier Coomans vor Heinz Gockel und Marcel Flens. Platz vier ging an Marlon Mathai vor Roger Frauenrath, Jürgen Schober und Cedric van Havre.
In der Gruppe zwei siegte in der Gesamtwertung die schnelle Niederländerin Lies Lemckert vor Rian Kok und Andreas Kohler. Platz vier ging an Moritz Keller vor Jean Martineau, Burkard Ballhorn und Gerhard Raab.
In der Meisterschaft sieht es nach zwei Veranstaltungen mit fünf Wertungsläufen aus wie folgt: Erster ist Thomas Franz vor Thomas Kracht, dahinter lauert bereits die Jugend mit Marlon Mathai.
Es folgen Bessel Minderhoud, Lies Lemckert, Jürgen Schober und Andreas Kohler.
Die Abstände vom ersten bis zum siebten Platz sind mit acht Punkten noch überschaubar und die Saison ist noch lange, bereits am 14. Juli geht es weiter in Gerolzhofen.
Besonderer Dank gilt allen Helfern, die zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen haben, so sind doch immer wieder logistische Kraftakte zu vollbringen solch eine Veranstaltung über die Bühne zu bringen.
Wir danken allen Helfern und dem Streckensicherungsteam, dem DRK, dem KV Oppenrod und speziell dem KCD 90 Geschäftsführer Reinhard Tropp, der die Hauptlast der Organisation trug und dem auch als Rennleitung oblag.

op 1

KKCD—Ko-06-2024

 

Internationaler Deutscher Klassik-Kart Pokal 2024 am 15. und 16. Juni in Oppenrod

Der KCD 90 -und der Klassik Kart Club Deutschland gemeinsam mit der GKC, laden alle Freunde des Kartsports und speziell die am historischen Kartsport interessierten, herzlich nach Oppenrod, am Home of Historic Kart Racing zum Klassik Kart Treffen ein.
Wie in den guten alten zeiten, unverkleidete Karts, anschieben statt E-Starter, und trotzdem jede Menge Spaß und der Sound hochdrehender Zweitaktmotoren.
Es fühlt sich wie ein Gesundbrunnen an, wenn die lange eingemotteten und verloren geglaubten Schätze aus unserer Jugend, mit den klingenden Namen wie Birel, Swiss Hutless, Kali, Allkart, um nur ein paar zu nennen, wieder gekonnt bewegt werden.
Wie in den Vorjahren bewährt schlagen die Freunde der ultimativen 100 ccm Klasse, die GKC
(Gentlemen Kart Challenge) den Bogen zur Neuzeit:
So zeigen wir den Kartsportbegeisterten das ganze Spektrum vom 60er Jahre Kart bis zur waffenscheinpflichtigen Zweitakt- Rakete aus den frühen 2000 er Jahren.
Und das alles in einer Veranstaltung!
So liegt der Fokus auf dem Sport mit historischem Gerät und der Präsentation der technischen Kulturgüter.
Die Wertungsläufe der Klassiker werden im Gleichmäßigkeitsmodus gefahren, das heißt, basierend auf einer Referenzrunde werden die Zeitabweichungen in den anderen Runden gemessen und je weniger Abweichung, desto weniger Strafpunkte.
Es gewinnt also nicht automatisch der schnellste, sondern der konstanteste Fahrer.
Oppenrod ist heuer nach Kerpen die zweite Station in der 2024 er Klassik Kart Meisterschaft.
In Führung liegt derzeit Altmeister und Ex Champion Bessel Minderhoud vor Vizemeister Thomas Franz, Meike Kracht, Thomas Kracht, Gernot Stöcker, Chris Stek und Marlon Mathai.
Der amtierende Meister Jürgen Schober liegt dahinter auf Platz acht und muss, möglichst in Oppenrod noch Punkte bunkern. Aber das wird nicht leicht werden, denn in Oppenrod fahren traditionell viele Starter.
In Oppenrod werden 3 Läufe in zwei Gruppen plus die Youngtimer der GKC im Rennmodus gefahren.
So steht die saubere und konstante Linie mit zugehöriger Fahrweise im Fokus und weniger die Dicke des Sparstrumpfs, denn bei den Klassikern haben auch die technisch weniger hochgezüchteten Boliden haben eine Chance auf das Podium.
Überhaupt soll der Spaß am Kartfahren und an der Kameradschaft wie in alten Tagen, großgeschrieben werden, wenn an malerischer Kulisse im Nordhessischen die Motoren erklingen.
Wenn sich dann auch noch das Wetter erkenntlich zeigt, dann wird das wieder ein Mega Wochenende.

Wir erwarten wie in den Vorjahren Kartfreunde aus den Niederlanden, Italien, Estland, Belgien, Tschechien und Frankreich.
Traditionell gibt es zum Abschluss einen Nationenpreis, einen Ländervergleichswettbewerb in der schönen Tradition der Länderkämpfe mit je 4 Fahrern mit möglichst derselben Nationalität. Da der europäische Gedanke zählt sind die Organisatoren meist kulant bei der Zusammensetzung und der Wettbewerb bildet den gelungenen Abschluss eines schönen Wochenendes.
Die Ausschreibung, bzw. die Nennunterlagen, sowie nähere Informationen finden Sie unter http://www.klassik-karts.de , unter Termine
Dort findet man die wichtigsten Infos.
Samstags finden Nennung, Abnahme und Training, am Sonntag die Wertungsläufe statt.

oppenrod24
Internationale Kartsportfreunde beim Festival des historischen Kartsports, dem Klassik Kart Pokal in Oppenrod

Kohler, 2.6.2024

Saisonstart der Klassik Kart Fahrer

Warum haben die Klassik Kart Fahrer immer so ein breites Grinsen im Gesicht, wenn sie aus ihren Vehikeln steigen? Ganz einfach, weil es für solch günstige Einstiegskosten so einen Spaß macht sich mit Gleichgesinnten im Zentimeterabstand auf einer Rennstrecke zu messen. Nach dem Abkarten im November in Oppenrod war Winterpause angesagt, manch einer konnte es nicht lassen und fuhr Indoorkart, oder der übliche Check wurde durchgeführt.
Manch einer konnte auch der Versuchung der Kleinanzeigen nicht widerstehen und gönnte sich das ein oder andere „Kartprojekt“, damit bloß keine Langeweile aufkommt.
Und im März in Kerpen war es wieder so weit, der tieffliegende Wanderzirkus lieferte wieder ein Gastspiel auf der ehrwürdigen Bahn in der Kiesgrube zwischen den Ortschaften Manheim und Blankenheim im Rheinischen Braunkohlerevier.
Auf der durch die beiden Schumacher Brüder und auch Sebastian Vettel bekannt gewordene Bahn bewegt sich wieder etwas, durch massive Investitionen soll die Kartbahn und die dazugehörige Infrastruktur ins einundzwanzigste Jahrhundert transformiert werden.
Nachdem man vor ein paar Jahren schon die Tage bis zum Ende gezählt hat, und nur noch notdürftig geflickt hat was unbedingt sein musste.
Neunzehn Klassik Kart Fahrer waren gekommen, einige aus dem benachbarten Holland und der harte Kern der KKCD-Recken, die schon die Minuten bis zum Saisonstart gezählt haben. Und endlich wieder die Mücken aus dem Vergaser geblasen werden durften.
Da waren der amtierende Meister Jürgen Schober, seine Verfolger Thomas Reim und Thomas Franz, die sich im vergangenen Herbst beim Memorial an gleicher Stätte ein Duell um den Vizetitel geliefert haben. Es kamen auch welche, die ihre Karts aus dem Speicher entstaubt haben und wieder Motorsport wie anno dunnemals erleben wollten.
So wie Berthold Bermel, der nach seiner Kartzeit auch die Markenpokal- und Tourenwagenszene gerockt hat. Oder Thomas Kracht, der seinen Opel Lotus Rennwagen öfter mal zugunsten seines Mach 1 Schaltkarts stehen lässt.
Motorsport wird häufig als Männersport wahrgenommen, aber es gibt auch flinke Frauen, wie Maike Kracht oder Rosie Müller, die sich das bodennahe Vergnügen gönnen und wie selbstverständlich beim Zirkus dabei sind.
Es ist wie ein Jungbrunnen, der Sitz passt noch und die Reflexe sowieso.
Und so begibt man sich auf eine Art Zeitreise, man fährt mit den Renngeräten mit denen in den Siebzigern Senna und Bellof und danach Hakkinen und Schumacher ihr Rennhandwerk erlernt haben, auf Strecken wie Kerpen, die schon ein Baustein in der Karriere nahezu jedes Profirennfahrers in Deutschland darstellten.
Heute fährt man im Gleichmäßigkeitsformat, was natürlich auch gleichmäßig schnell sein kann. Das Wettrüsten mit den neusten Reifen und den spitzesten Motoren überlässt man den Jungen im modernen Kartsport, bei den Klassikern geht es darum das technische Kulturgut in freier Wildbahn zu bewegen, aber wie es sich gehört mit Respekt, davor dass man einen Achsschenkel nicht einfach aus dem Regal kauft, sondern unter Umständen wochenlang weltweit suchen muss. Quasi ein Lieferketten Problem.
Um das Problem fehlender Ersatzteile erträglicher zu gestalten, ist die Community der Klassik Kart Lenker hilfreich, man hilft den Konkurrenten, und sitzt abends zusammen am Grill schwärmt von den alten Zeiten und auch von den eben erlebten Erfahrungen.
Und man transportiert das Kart im Kombi oder auf dem Einachshänger, schraubt selbst oder hilft zumindest beim Schrauben.
Das rundet das Erlebnis noch ab, sprich es ist tatsächlich wie in den alten Zeiten, als man noch nicht in professionellen Teams fahren musste, um sich zu etablieren. Und so schließt sich wieder der Kreis in der Zeitreise.
Und das macht natürlich auch die spezielle Faszination aus, die der Klassik Kartsport ausstrahlt. In Deutschland sind die Klassiker im KCD 90 organisiert, der eine sehr lange Tradition hat und den Rahmen gibt.
Es werden zur Klassik Kart Meisterschaft insgesamt sechs Veranstaltungen gefahren, die sechste wurde erst kurzfristig hinzugenommen, es wurde extra eine Aktiven Abfrage durchgeführt.
Nach Kerpen fährt man in Oppenrod im Juni, Gerolzhofen im Juli, Hahn Wildbergerhütte im August, Liedolsheim im September und den Saisonabschluss bildet dann wie im letzten Jahr das Trips Memorial in Kerpen im Oktober.
Dazwischen gibt es eine Vielzahl von Fahrmöglichkeiten in Deutschland und Europa, so z.B die Veranstaltung in Jesolo in Italien, Vojens in Dänemark oder Spa in Belgien.
Die Details findet man auf der KKCD-Homepage.
Die Meisterschaftswertung führt derzeit Bessel Minderhoud auf seinem Landia Sachs Kart aus den Siebzigern an, vor Thomas Franz, Meike Kracht und Thomas Kracht an, die die Deutsche Marke Mach 1 fahren, gefolgt von Taifun Fahrer Gernot Stöcker, Chris Stek aus den Niederlanden auf Birel TM, Marlon Mathai, Mach 1, Vorjahresmeister Jürgen Schober, der einen etwas harzigen Saisonstart erwischt hat, ebenfalls auf Mach 1. Und die Top Ten runden dann noch Andreas Kohler auf Birel und Marvin Franz auf Mach 1 ab.
Man darf also gespannt sein, wie die Saison am Ende ausgeht und wer sich die Krone abholt.
Das Fazit ist, Klassik Kartfahren macht Spaß, ist erschwinglich, hält jung und ist suchtgefährdend.

Kerpen Frueh KKCD
Gerald Ludwig, Kali Komet, vor Berthold Bermel und Maike Kracht in Kerpen (Bild 1)

KCD 90 Vize Gerald Sittig, Dino Parilla in Hahn Wildberger Hütte. ( Bild 2)
Holland Express, Roy van de Weteringh, Alpha-Parilla und Kay Simons auf ZIP Parilla in Kerpen.
(Bild 3)
Roger Frauenrath, Mach 1, KZH in Kerpen (Bild 4)

Schau mir in die Augen, quick Lady Maike Kracht Mach 1, PCR in Kerpen (Bild 5)
Bericht : Ko, 04-2024
Bilder: KKCD, Grotenbaum

Der aktuell führende In der KKCD Meisterschaft, Thomas Franz auf Mach1, vor Benny Brügger Mach 1 Rotax in Oppenrod ( Bild 1)

Auch das gehört zum Klassik Kart Pokal, Benzingespäche und der gemütliche Gedankenaustausch( Bild 2)

Gruppenbild mit Damen, die Klassiker und die Kollegen der GKC. (Bild 3)

Nationencup vor malerischer Kulisse in Oppenrod. Jean Marc Malesieux, Cedric von Havre und Thomas Kracht (Bild 4)

Bericht : Ko, 04-2024
Bilder: KKCD,

 

Saisonstart der Kart Klassiker beim Frühjahrscup in Kerpen

In Kerpen dreht sich wieder etwas, man merkt, dass die altehrwürdige Schumacher Bahn dank der Perspektive mit neuer Nutzung wieder in Form gebracht wird. Nach dem neuen Fahrbahnbelag sind nun auch neue Tepco Barrieren anstelle der bisherigen Absicherung aufgebaut worden. Dadurch unter anderem wird die Bahn wieder WM tauglich und man darf sich auf die Zukunft freuen.
Die Traditionsabteilung in Form der Klassik Kart Fahrer möchte trotzdem die alten Zeiten in Erinnerung halten, als die plastikfreien Luftgekühlten 100 er dominierten und ganzen Generationen von Fahrern als Karrierestart dienten. Neben Michael Schumacher waren das unter anderem Jürgen Schober, Thomas Kracht und Thomas Franz. Der amtierende Meister bei den Klassik Karts zeigte mit einer Trainingszeit von 47,6 auch auf was die „alten Kisten“ noch auf die Bahn bringen.
In den Wertungsläufen nach dem Gleichmäßigkeitsformat klappte es dann leider nicht so ganz, musste er doch nach einem Dreher das Kart stehen lassen. Wie das mit gleichmäßig geht, zeigte der aus den Niederlanden angereiste Kay Simons der beide Einzelläufe und somit auch die Gesamtwertung gewann. Er bewegte ein ZIP Parilla aus den Siebzigern. Auch der Zweitplatzierte ist gebürtiger Niederländer, wohnt aber schon ewig in der Pfalz in Ludwigshafen. Bessel Minderhoud versteht es bestens sein Baujahr 1972 Landia Sachs gleichmäßig zügig um die Bahn zu bringen, und das mit wirklich zeitgenössischen Goodyear Bluestreak Reifen.
Dritter wurde Thomas Franz, der als Konkurrent in den Achtzigern gegen Michael Schumacher fuhr und der mit seinem Material, auch seine beiden Söhne an den historischen Kartsport heranführt, somit als Fahrer Teamchef in Personalunion nicht über Langeweile klagt. Dahinter auf Platz vier mit Roger Frauenrath ebenfalls ein Kollege, der eine Karthistorie hat vor Bart van de Hul, der mit seinem Vater die Landia Tradition fortführt. Platz sechs ging an Maike Kracht, die ihren Bruder Thomas diesmal hinter sich lassen konnte. Dann folgte Gernot Stöcker, der endlich ein weniger schraubintensives Wochenende erlebte, und der die Taifun Farben hochhielt. Platz neun dann für Jürgen Schober mit seinem Mach 1, der einen Ausfall in Lauf eins hatte. Zehnter wurde Chris Stek aus den Niederlanden auf Birel TM. Was gab es sonst? Rosie Müller war als quasi Einsteigerin bei den Klassik Karts am Start, sie machte ihre Sache gut und hat denke ich Blut geleckt. Im Training fuhr Thomas Kracht, den von Wolfgang Engels liebevoll präparierten Mach1 Zweizylinder, speziell der Sound ist genial und man darf sich auf mehr Einsätze freuen, in der Wertung vertraute Thomas wieder auf seinen bekannten Einzylinder aus dem Hause Hetschel. Im Feld waren neunzehn Starter, die sich auf die trotz März trockenen Runden machten. Es gab spannende Wertungsläufe mit wenig „Kleinholz“ und man trifft in Kerpen natürlich neben für Kartsport Clubevents vielen Zuschauern auch Legenden wie z.B. Christian Menzel. Es bewegt sich was in Kerpen, das Fahrerlager und das Umfeld kann noch optimiert werden aber es ist schön nicht nur Bahnen zu verlieren sondern auch mal welche zu erhalten. Der Klassik Kart Zirkus trifft sich dann beim zweiten Lauf in Oppenrod im Juni.

kerpen frueh 

KKCD Kohler03/24

Wir benutzen Cookies

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.